Für ihre Zielgruppe – junge Mediziner – hat Janine Teetz einen eigenen Beratungsprozess entwickelt. Wichtig ist ihr, die Kunden dort abzuholen, wo sie sind – meist auf dem Campus. Mit Ehrlichkeit und Transparenz will sie ein gutes Vorbild in der Branche sein. Ihr Konzept hat die Jury überzeugt und sie auf den 2. Platz gewählt.

Was ist für Sie das Schönste am Maklerberuf?

Am Schönsten ist es, unentwegt Menschen kennenzulernen. Ich finde es unheimlich spannend, zu erfahren was den Leuten wichtig ist, was ihr Werdegang war oder was ihre Ziele sind- ganz egal ob es neue Kunden, Kooperationspartner oder Dienstleister sind. Man kann so vieles aus Erfahrungen anderer lernen.

Und was ist das Schwierigste?

Als ein Frau-Betrieb ist es wohl das schwierigste allen Anforderungen innerhalb eines kleinen Unternehmens gleichermaßen gerecht zu werden. Das erfordert Durchhaltevermögen, aber vor allem ein sehr gutes Zeitmanagement.

Sie sind der Nachwuchs der Branche. Was wollen Sie anders oder besser machen als Ihre Vorgänger?

Meine Vision ist es, dass die Anzahl der Frauen im Vertrieb von Finanzprodukten steigt. Meine Mission ist es, zu zeigen, dass dies auch in selbstständiger Form einwandfrei funktioniert. Ich möchte ein gutes Vorbild sein und zeigen, dass man mit Ehrlichkeit und Transparenz seinen Kunden gegenüber sehr weit kommen kann.

Ist es Ihnen wichtig, ein möglichst breites Kundenspektrum abzudecken?

Ich konzentriere mich auf Mediziner, die gerade in den Beruf einsteigen. Aufgrund dieser Zielgruppe konnte ich einen standardisierten Beratungsprozess entwickeln, welcher mir die Arbeit im Alltag enorm erleichtert. Außerdem ist es mit dieser Berufsgruppe möglich, gleich nach dem Studienende in den Vermögensaufbau überzugehen. Die Beratungsthemen Altersvorsorge und Kapitalanlageimmobilien bereiten mir besonders viel Freude.

Was sind ihre drei wichtigsten beruflichen Ziele?

Ich möchte mein Spezialisten-Netzwerk weiter ausbauen und Erfahrungen zum Thema Honorarberatung sammeln. Außerdem will ich meinen Kundenstamm weiterhin sehr gut betreuen und durch ausgefallene Werbeaktionen erweitern.

Zwei Stichworte: Kundenorientierung und Digitalisierung – was bedeutet das für Sie?

Kundenorientierung bedeutet für mich, einerseits akquisitorisch da zu sein, wo meine Kunden sind – vorrangig auf dem Campus. Andererseits bedeutet es für mich, gute Produkte mit einer günstigen Kostenstruktur zum Vorteil des Kunden anzubieten. Digitalisierung bedeutet für mich computerbasiert arbeiten zu können. Es ermöglicht mir die Zusammenarbeit mit FiNet, meinem Makler-Pool, und das papierlose Büro. Unabhängig davon heißt es, dass ich egal wo ich gerade auf der Welt unterwegs bin, arbeiten könnte.

Wie war der Austausch mit den Bewerber/innen und der Jury beim Jungmakler Award?

Der Austausch war spannend. Ich hätte mir sogar noch einen Tag mehr Zeit gewünscht, um die Geschäftsmodelle und deren Hintergründe besser kennenzulernen. Wir haben eine Whats-App-Gruppe gegründet und ich hoffe, dass ein Wiedersehen auch nach der DKM zu Stande kommt.

Titelbild: © bbg