Die Bewerbung zum JungmaklerAward 2018 geht in die heiße Phase. Noch bis zum 30. Juni haben junge Vermittler die Chance sich als Teilnehmer der Initiative zu registrieren.

Zaneta Soldan, eine Frau mit einer Vorliebe für Finanzen und Kleingedrucktes, hat sich vor etwa einem Jahr für den Quereinstieg entschieden. Heute berät sie als freie Versicherungsmaklerin und Finanzanlageberaterin berufstätige Frauen und Unternehmerinnen.

Soldan gehört zu den ersten Vermittlerinnen, die sich für den JungmaklerAward2018 beworben haben. Frauen in der Versicherungsbranche haben es nicht leicht, sowohl auf Kundinnen- als auch auf Vermittlerinnenseite. Davon ist die gebürtige Tschechin überzeugt und bereit sich unserer Jury zu stellen, immerhin sind Vorstände „auch nur Menschen“, erklärt uns die Versicherungsmaklerin am Rande des Interviews.

Redaktion: Frau Soldan, was war Ihre Motivation sich für den Jungmakler Award zu bewerben?

Zaneta Soldan: Kontakte, Wissen, Inspiration. Habe ich schon Kontakte erwähnt? Wissen Sie, vor etwa einem Jahr habe ich mich nach einer persönlichen Krise beruflich verändern wollen. Bin ich dort, wo ich mich jetzt beruflich befinde, noch zufrieden oder muss ich etwas ändern? Nur eine von vielen Fragen, die mich damals umgetrieben hat. Ich entschied mich nach reiflicher Überlegung für den Quereinstieg ins Versicherungsgeschäft. Ich habe bereits Firmen aufgebaut und konnte dort Erfahrungen im Bereich Versicherungen sammeln – auf der Kundenseite.

„Mein Netzwerk steht heute. Ich bin allerdings der Meinung: Da geht noch was.“

Trotz Zusatzausbildung war mein Start alles andere als geschmeidig: kein Startkapital, null Kontakte. Mein Netzwerk steht heute. Ich bin allerdings der Meinung: Da geht noch was. Außerdem genießt der Jungmakler Award in der Branche ein hohes Ansehen. Der Gewinn wäre also auch die perfekte Werbung für mein eigenes Unternehmen.

Redaktion: Mit welchem Konzept wollen Sie die Jury überzeugen?

Zaneta Soldan: Ich habe mich auf die Beratung von berufstätigen Frauen und Unternehmerinnen spezialisiert. Ich bin Zeit meines Lebens Unternehmerin und so manches Mal auf Widerstand gestoßen. Auch auf Kundenseite. Angefangen bei der Frage, warum Hausfrauen versichert werden sollten, wenn der Mann der Haupternährer der Familie ist?

„Frauen sehen sich einer anderen Lebensrealität gegenüber als Männer.“

Eine klassische Geschlechterrollenverteilung herrscht leider immer noch in unserer Gesellschaft vor. Die Folge: Frauen sehen sich einer anderen Lebensrealität gegenüber als Männer. Stichwort Teilzeitarbeit oder Altersarmut. Ich bin selbst Mutter und brauche mich in die Situation berufstätiger Frauen nicht hineinversetzen, ich (er)lebe sie ja selbst. Quereinsteigerin zu sein, bringt mir insofern den Vorteil, dass ich Kundinnen auf menschlicher Ebene ohne viel Fachchinesisch begegnen kann.

Vielen Dank, Frau Soldan, für das Gespräch und viel Erfolg bei den Castings.

Titelbild: ©Zaneta Soldan